Der Bettnäss-Alarm ist laut der meisten Ärzte ist die beste Methode gegen Bettnässen

Der Gebrauch eines Bettnäss-Alarms ist die beste Methode, um Kindern, aber auch Erwachsenen, die ins Bett machen, gegen diese Unannehmlichkeit zu helfen. Das schlussfolgert Jugendarzt Dr. Frank van Leerdam in seiner Doktorarbeit vom Medizinischen Zentrum der VU. Direkt nach dem Gebrauch des Bettnäss-Alarms bleiben zwischen 70% und 90% der bettnässenden Kinder trocken. Zwei Jahre später waren noch immer 70% das Bettnässen los. Kinder, die sowohl ins Bett, als auch in die Hose machen, werden so häufig trocken. 42% dieser Gruppe werden auch tagsüber trocken.

Schnell sichtbares Resultat mit einem Bettnäss-Alarm
Bei Verwendung des Bettnäss-Alarms entwickelt sich im Schnitt innerhalb von 2 Monaten ein Muster, in dem das Kind bevor es ins Bett macht, aufwacht und auf die Toilette geht. Oder durchschläft ohne zu pinkeln. Ohne Behandlung werden pro Jahr nur 15 bis 18% der Bettnässer trocken.

Tabu
Bettnässen ist ein häufig vorkommendes psychosoziales Problem, an dem etwas geändert werden muss. Für die Jugendgesundheitspflege (JGZ) sollte dies ein wichtiges Thema sein. Aber es ist mit einem großen Tabu behaftet.
Auch bei Erwachsenen kommt Bettnässen vor. 1 von 200 Erwachsenen leidet schon sein ganzes Leben an Bettnässen. Die Hälfte von Ihnen hat noch nie professionelle Hilfe konsultiert. Erwachsene, die bettnässen, können sich in einer großen sozialen Isolation befinden. Oft wagen sie es nicht, eine Beziehung einzugehen, und sie sehen einem Urlaub oder einer Übernachtung woanders mit Schrecken entgegen.

Psychische Probleme vermeiden
Van Leerdam konnte frühere Vorschläge, dass es eine Verbindung zwischen Bettnässen und Harnwegsinfektionen oder Verstopfung für die normale Bevölkerung geben würde, zunichtemachen. Darüber hinaus zeigten die Untersuchungen, dass Bettnässen nicht durch psychische Probleme verursacht wird, sondern zu psychischen Problemen führt, die während der Behandlung verschwinden.

Klicken Sie hier für den originalen Artikel von Dr. Frank van Leerdam.

 
 
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